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Freitag, 15.02.2013
Hat FL wirklich neuen Hotelbedarf?
Der Liechtensteiner Hotel- & Gastronomieverband (LHGV) steht neuen Tourismusprojekten grundsätzlich sehr positiv gegenüber. Im Hotelbereich sprechen die aktuellen Auslastungszahlen allerdings eine deutlich alarmierende Sprache. Unter diesen Aspekten in naher Zukunft den 4-Stern-Bereich zu avisieren ist nicht angebracht. Es fehlt am qualitativ guten 3-Stern-Hotel in Liechtenstein.  Dort liegt viel Potenzial.

Mit einem breiten 3-Sterne-Angebot könnte man das Gruppengeschäft besser bedienen und den vorhandenen echten Alternativen im angrenzenden Rheintal und vor allem Vorarlberg Paroli bieten.

Konkurrenz ja - aber nicht ruinös!
Die alte Regel „Konkurrenz belebt das Geschäft“ ist heute noch gültig. In letzter Zeit wird viel von neuen Hotel- und Klinikprojekten gesprochen. Triesen, Vaduz, Schaan… Dieser Tage ist Gamprin und Bendern durch die Medien gegangen. Die Casino-Debatte ist bekanntlich in der „zweiten“ Runde und nur deshalb etwas in den Hintergrund geraten, weil ein (hoffentlich wegweisendes) Gerichtsurteil abgewartet werden muss. Sowohl im Spannungsfeld Hotellerie - Gastronomie – Spielbanken wie auch in der Thematik Spital Vaduz vs. Privatkliniken ist ruinöser Wettbewerb strikt abzulehnen. Es müssen Wege gefunden werden, dass ein fairer Wettbewerb gewährleistet wird. Hier erwartet der LHGV positive Signale von der neuen Regierung und dem neuen Landtag.
 
Hoteliers in Sorge
In der Talschaft Liechtensteins machen sich die Hoteliers grosse Sorgen und das zurecht: „Bei einer Bettenauslastung von 30 Prozent kann von einem Bedürfnis für neue Hotels keine Rede sein“, bringen es LHGV-Mitglieder auf den Punkt. Auch die Betrachtung der Zimmerauslastung lässt nicht frohlocken: es resultiert eine Auslastung von lediglich 45 bis 50 Prozent. Liechtenstein braucht den nächtigungsintensiven Tourismus im gesunden Mix mit dem Tagestourismus.

Substanz bringt Vorteile
Jegliche substanzhaltige Schaffung neuer Unternehmen ist im Kontext der EU-Steuerharmonisierung von grösster Bedeutung. Denn insbesondere dort, wo „der Schornstein raucht“, sprich: Personal und Ressourcen eingesetzt werden, liegt die einfacher zu realisierende Zukunft des „neuen“ Liechtensteins. Und solange neue Betriebe auf echter, für alle Beteiligten gleicher Rentabilitätsbasis geführt werden, ist der LHGV positiv eingestellt.

Unser Land könnte mit neuen Hotelprojekten im Übrigen auch die nötigen Strukturen erschliessen, um bald einmal die grossen Potenziale im Kongress- und  Tagungsbereich tatsächlich auszuschöpfen.

LHGV-Geschäftsstellen-Leiter
Dr. Marcello Scarnato

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