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Donnerstag, 24.04.2014
LHGV Stellungnahme zu Hotelprojekten
(LHGV) –Die aktuell in den Medien besprochenen (neuen) Hotelprojekte werfen einen Schatten, den der LHGV als führender Liechtensteiner Hotel- und Gastronomieverband hiermit beleuchten will: Den „Teufelskreis“ einer angeblichen Bettenauslastung von knapp über 30 Prozent durchbricht man wohl kaum, indem „Touristiker darauf hoffen, dass neue Hotelprojekte im Land entstehen“, wie dies in der Presse vom 19. April 2014 zu lesen war - die Zeitungsausschnitte sind am Ende dieser Stellungnahme einsehbar.

Diese Sichtweise vernachlässigt die eingeführten, bestehenden Häuser und zeigt, wie diese allein gelassen werden. Entweder sie finden selbst eine Lösung oder sie gehen unter. Solch eine „sportliche“ Betrachtung stösst verständlicherweise sauer auf.

Täglich im Dienst für Liechtenstein
Es geht dem LHGV primär um die Frage: Was für Fördermassnahmen werden den eingeführten Betrieben zuteil? Es sind diese Unternehmerinnen und Unternehmer, die täglich in Liechtenstein ihren wertvollen Dienst für eine international anerkannte Hotellerie und Gastronomie tun. Es sind genau jene, die eben „mehr Risiko“ gewagt haben wie in den Medien beschrieben. Mehr Risiko deshalb, weil bekanntlich Investitionen in den Tourismus ohne gute Kapitalisierung entweder gar nicht realisiert werden oder eben irgendwann scheitern.

Rückstellungen kaum möglich
Das ist die Front, an welcher viele Betriebe im Land kämpfen: Das operative Geschäft reicht in den meisten Fällen lediglich für die Deckung der laufenden Kosten. Rücklagen können in Krisenjahren nur in glücklichen Ausnahmefällen gebildet werden. Sicher, es gibt Betriebe, die es versäumt haben, während den guten Jahren zu investieren. Gegenüber diesen muss der LHGV durchaus selbstkritisch sein und tut er dies als ehrlicher Verband auch.

Ohne Incentives keine Investments
In Wirklichkeit ist dieser Rückstau dann aber auch der Grund, warum die traditionellen Geldgeber dann keine Kredite sprechen oder nur solche mit viel höheren Sicherheiten. Notabene üblicherweise durch Belastung eines Grundstückes – sofern man denn eines hat. Anderen Projekten hat man genau dieses Grundstück gratis zur Verfügung gestellt und damit hat auch die Finanzierung geklappt. So schliesst sich der (Teufels-)Kreis. Hinsichtlich dieses Teilaspektes herrscht Einigkeit: Ohne sog. Incentives sind bislang keine neuen Projekte im Land entstanden – ausser auf dem Papier.

Förderung, die der LHGV meint

Standortförderung muss mit gleichen Mitteln für alle Beteiligten erfolgen. Der LHGV meint hier nicht das strategische Marketing der Marke Liechtenstein. Dieses hat in einem vom Land vorgegebenen klaren Auftrag zu erfolgen. Die Standortförderung, die der LHGV meint, geht in Richtung von Lösungen wie dies die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit (www.sgh.ch) oder die österreichische Tourismus- und Hotelbank (www.oeht.at) vorleben. Natürlich  sind auch diese Lösungen nicht unumstritten. Aber immerhin sind sie ein Ansatz in die richtige Richtung. Diese Diskussion muss auch in Liechtenstein angegangen werden.

Man muss es rechtfertigen können
Dass am Rande immer wieder das Thema Kongresszentrum in der Presse aufflammt ist bekannt. Auch dass es Studien darüber gibt. Immerhin ist ein Pressezitat aus einer unveröffentlichten HSG-Studie sehr zu begrüssen, nämlich dass Fördermittel für bestehende Betriebe bereitzustellen wären. Ein Grosshotel allein reicht allerdings nicht aus, um mehr Gäste in unser Land zu holen. Der LHGV erwartet, dass die öffentlichen Gelder sinnvoll eingesetzt werden dergestalt, dass dies letztlich allen Wirtschaftssektoren zugutekommt. Hinsichtlich einer besseren Auslastung im Hotellogement gibt es verschiedene diskutierbare Ansätze. Der LHGV befindet sich hier im Gespräch mit den Verantwortlichen. Ziel ist ein ausgewogener Mitteleinsatz, der gegenüber den genannten, täglich hart auch für die Arbeitsplatzerhaltung kämpfenden Hotel- und Gastronomiebetriebe gerechtfertigt werden kann. Ob dies hinsichtlich einer durch die Regierung beschlossenen Budgetvergabe iHv. 500‘000 Franken für eine geplante Präsenz am Zürcher Sechseläuten gelingt, darf bezweifelt werden.

(PRESSEMITTEILUNG)
Triesen, 24.4.14
Vorstand LHGV, der führende
Liechtensteiner Hotel- & Gastronomieverband

www.lhgv.li

Weiterführende Infos zu Hotelprojekten in den Medien:
> Beitrag in Wirtschaft Regional vom 19.4.14 lesen
> Beitrag im Volksblatt vom 19.4.14 lesen